EOS leidet unter RAM-Knappheit: Blockproduzenten verzeichnen Abstürze

Das EOS-Netzwerk hat mitgeteilt, dass eine Fehlkonfiguration von Nodes einige Blockproduzenten im Netzwerk durch Abstürze gestört habe.

Eine Knappheit an Arbeitsspeicher (RAM) hat jüngst bei Blockproduzenten des EOS-Netzwerkes zu Abstürzen geführt. Betroffen war eine unbekannte Zahl von Produzenten. EOS New York reagierte darauf und teilte im Anschluss mit, dass das Blockchain Netzwerk selbst keinen Ausfall gehabt habe.

EOS Kurs, Quelle https://www.kryptovergleich.org/coin/eos/

Die Mitteilung folgte auf eine vorangegangene Stellungnahme des Netzwerkes auf Twitter. Darin hatte man mitgeteilt, dass einige Blockproduzenten Abstürze zu verzeichnen hatten, als sie mehr als 1 GB Arbeitsspeicher benötigten. Das Unternehmen hatte insoweit erklärt:

„[Entweder] hatten sie nur 1 GB oder sie haben ihre Nodes nicht ordnungsgemäß auf 64 GB eingerichtet.“

Zunächst glaubte man also, die Schuld liege bei der Hardware des Netzwerkes. Dies wurde dann jedoch wieder verneint und menschliches Versagen als Grund angegeben. Das Versagen selbst sah EOS in der falschen Konfiguration des Nodes. Insoweit schrieb das Unternehmen auf Twitter, dass man nach weiteren Untersuchungen festgestellt habe, dass es sich weniger um eine Verletzung der „Regproducer-Vereinbarung“ handele. Vielmehr sei der Fehler einer mangelnden Anpassung der Standardkonfiguration eines Plugins in einem Produktionsnode zuzuschreiben.

EOS Arbeitsspeicher könnte zum Problem werden

Mit einer verfügbaren Größe von nur 64 GB könnte sich der Arbeitsspeicher zu einem Problem für EOS entwickeln, besonders dann, wenn Anleger damit spekulieren. Wenn sich daraus eine schwerwiegende Schwachstelle entwickeln sollte, könnte das das Konzept von EOS, RAM zu „kaufen“ und zu „verkaufen“, zum Wanken bringen. Das gilt, weil die Entwickler von dApps auf EOS Ram kaufen müssen, um darauf temporäre Dateien speichern zu können. Das EOS-Team wird sich deshalb vermutlich zum Handeln gezwungen sehen.

EOS selbst hat jedoch kein Interesse an einem Handel mit RAM. Dies teilte das Unternehmen in einem Blogeintrag ausdrücklich mit. So hieß es dort:

„EOS New York wird kein RAM zu spekulativen Zwecken kaufen oder verkaufen. Wir glauben, dass die im EOS-Netzwerk verfügbaren Ressourcen der Nützlichkeiten dienen sollten und nicht der Möglichkeit, damit Gewinne zu erzielen.“

Das jetzige Problem ist nicht das erste für EOS. Die EOS-Blockchain wurde erst vor Kurzem veröffentlicht und sah sich vielfältigen Schwierigkeiten ausgesetzt. Hinzu kamen einige zweifelhafte Entscheidungen des Netzwerkes. So hatte man dort etwa die eigene Autorität bemüht, um 27 Konten des angeblich dezentralen Netzwerkes einzufrieren. Es gibt daher einige Anleger, die nur noch ein geringes Vertrauen zu EOS haben.

In der letzten Zeit ist der Kurs von EOS relativ stetig gesunken. Bei Redaktionsschluss verzeichnete EOS hingegen ein Plus von 1,87 Prozent binnen 24 Stunden. Eine EOS-Coin wurde zu dieser Zeit für etwa 7 USD gehandelt.

Quellen: Twitter (1), Twitter (2), Medium, Pixabay

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