Bitcoin Börse Binance und Deutschlands Neufund planen erste dezentralisierte Bank der Welt in Malta

Die Mittelmeerinsel Malta hat in Kryptowährungskreisen einen guten Ruf. Jetzt will man dort die erste Bank auf Token-Basis eröffnen.

Eines der größten Hindernisse für die Entwicklung Maltas als Krypto- und Blockchain Zentrum liegt in der Schwierigkeit, Zugriff auf Bankkonten zu haben. Jetzt scheint sich insoweit mit der Gründung einer neuen Bank eine Wende abzuzeichnen.

Founders Bank wird Kryptounternehmen helfen

Die Bank trägt den treffenden Namen „Founders Bank“. Sie will „fortschrittliche Fintech-Lösungen für die Welt der Innovation und der Blockchain anbieten“. Das Projekt ist aus einer Zusammenarbeit der Kryptobörse Binance und der auf der Blockchain basierenden Kapitalplattform Neufund hervorgegangen.

Die Founders Bank erklärte, dass man die erste stabile Hi-Tech-Bankenlösung anbieten wolle. Diese richte sich nicht nur an die Gründer, sondern gehöre ihnen auch. So werde man die Kluft zwischen der herkömmlichen Finanzbranche und den innovativen Kryptounternehmen überwinden.

Der maltesische Premierminister und der zuständige Staatssekretär begrüßten diesen Schritt auf Twitter.

Zu der neuen Lösung äußerte sich auch Changpeng Zhao, der Gründer und CEO der Kryptobörse Binance. Er erklärte, dass die Founders Bank die erste dezentralisierte und im Besitz der Community befindliche Bank der Welt sein werde.

Die Kunden der Bank sollen über Mobilfunk- und Desktopanwendungen Zugriff auf ihre Bankkonten haben. Die Nutzung erfolgt über von der Bank herausgegebene Kreditkarten. Das System ist damit ähnlich demjenigen von Revolut.

Die Founders Bank wartet derzeit auf die Erteilung einer Lizenz durch die maltesischen Finanzbehörden. Die Eröffnung ist für 2019 geplant. Gestützt wird die Eröffnung durch ein Token, das über die Neufund Plattform Ende 2018 angeboten werden soll.

Der Vorsitzende und Mitbegründer der Bank ist Dr. Michael Bianchi. Bekannt ist Bianchi vor allem als Geschäftsmann und Investor. Er ist jedoch auch Direktor verschiedener Gesellschaftsgremien.

Founders Bank stärkt weiterhin Maltas Positionierung als Blockchain Standort

Gegenüber den Medien kommentierte Bianchi:

„Die Founders Bank ist das fehlende Stück, um Malta zur «Blockchain Insel» zu machen. Wir sind stolz darauf, unsere fortschrittliche Bankenlösung vorzustellen, die genau auf die Anforderungen dezentralisierter Unternehmen zugeschnitten ist (…)“

Der Aufsichtsrat und das Management der Bank bestehen aus vielen erfahrenen Unternehmern.

Die Ankündigung der Founders Bank folgt nur eine Woche, nachdem das maltesische Parlament drei Gesetzentwürfe zu Blockchains und Kryptowährungen angenommen hat. Damit hat das Parlament den Weg für ein gedeihliches Umfeld für Blockchains und Kryptowährungen geebnet.

Vor einigen Tagen hatte Malta zudem eine weitere Weltpremiere zu vermelden. Palladium, ein maltesisches Blockchain Unternehmen, hatte den ersten „ICCO“ durchgeführt. ICCO steht für „Initial Convertible Coin Offering“. Der Unterschied zu einem „Initial Coin Offering“ (ICO) besteht dabei darin, dass die Anleger die Token später auf Wunsch in Unternehmensanteile umwandeln können.

Die jetzige Ankündigung der Founders Bank ist mit Sicherheit ein weiterer Meilenstein auf dem Weg Maltas zur „Blockchain Insel“.

Quellen: Business Insider, Neufund, Pixabay

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