Bitcoin Börse Kraken antwortet auf Bloombergs Vorwürfe zu Bitcoin Kursmanipulationen

Die Bitcoin Börse Kraken musste sich jüngst Vorwürfe gefallen lassen. Dabei ging es um Manipulation von Kursen und Handelsaktivitäten. Jetzt hat Kraken darauf geantwortet.

Kürzlich hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg einen besorgniserregenden Artikel zur Bitcoin Börse Kraken veröffentlicht. Kraken belegt derzeit auf der Liste der größten Kryptobörsen den 21. Platz. In dem Artikel hieß es unter anderem, dass Krakens Verhalten im Hinblick auf die Kryptowährung Tether „die Alarmglocken läuten“ lasse.

Der Bericht stammte vom Autor Matthew Leising und hatte ein investigatives Format. Er zielte im Wesentlichen auf die Kryptowährung Tether (USDT) ab. Nach einer Betrachtung der Trades mit der Stablecoin Tether wurde das Verhalten von Tether und Kraken als hochgradig zweifelhaft geschildert. Dabei wurde, unter Verweis auf Grafiken und Experten, angedeutet, dass die Märkte manipuliert worden seien.

Bloomberg zitierte für seinen Bericht mehrere Experten

Bloomberg zitierte auch den CEO von Kraken, Jesse Powell mit den Worten:

„Für uns ist aus den öffentlich zugänglichen Daten nichts Ungewöhnliches zu entnehmen“. Powell ergänzte, dass Kraken die Echtheit der Daten, die Bloomberg mit der Bitte um Überprüfung eingereicht habe, nicht geprüft habe.

Ebenfalls zitierte Bloomberg den CEO des Unternehmens CoinRoutes, Dave Weisberger:

„Wurde manipuliert? Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass sie [die Regulierer] das genau überprüfen würden. Solche zweifelhaften Vorkommnisse sind es, die vermutlich die großen Investoren von Kryptowährungen fernhalten. Institutionelle Investoren wollen, bevor sie Ihr Kapital einsetzen, wissen, dass der Markt fair ist.“

Nach dem Bericht von Bloomberg hat Kraken jetzt in einem Blogeintrag geantwortet. Dabei leitete die Kryptobörse ihre Stellungnahme mit einer GIF-Datei von Ron Burgundy aus der Filmkomödie „Anchorman“ ein. Dem folgte eine kurze Einführung und eine ganze Reihe von markanten (und schmähenden) Zitaten von Nutzern. Die Zitate waren dabei mit weiterführenden Links zu Twitter und Reddit versehen.

Weiter schrieb Kraken: „Es macht Angst, daran zu denken, dass unsere Gesetzgeber diese Dinge lesen könnten“.

Danach erklärte Kraken in dem Eintrag, wie Tether seine Kursstabilität erreiche, namentlich durch Arbitrage und seine besondere Gestaltung. Dem folgten drei weitere Argumente, die beweisen sollten, warum Kraken nichts mit Kursmanipulationen zu tun habe. Unter anderem zeigte Kraken dabei auf, dass der Markt für Tether auf Kraken winzig sei.

Wer von den beiden Parteien letztendlich Recht hat, lässt sich meines Erachtens nicht mit Sicherheit sagen. Vielleicht wird die Zukunft Aufklärung bringen. In jedem Fall zeigt sich aber wieder einmal, dass ein wachsames Auge an den Kryptomärkten unerlässlich ist. Insofern ist es gut, dass der Streit alle Marktteilnehmer und Journalisten daran erinnert, dass ihre Tätigkeiten beobachtet und überprüft werden.

Quellen: Bloomberg, Kraken, Pixabay

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