Bitcoin Kurserholung von kurzer Dauer, Kurs testet erneut 6.000 USD Marke

Sicher werden viele Anleger die Kurserholung von Bitcoin (BTC) der letzten Tage begrüßen. Ein Experte geht jedoch davon aus, dass dieser Anstieg nur vorübergehend ist. So ist Spencer Bogart der Meinung, dass weitere Verkäufe anstehen. Diese würden den Bitcoin Kurs noch weiter drücken. Dies war gestern Nacht der Fall, als Bitcoin die 6.000 USD Marke erneut testete.

Der Bitcoin Kurs ist nach einer kurzen Erholung erneut unter Druck, Quelle https://www.kryptovergleich.org/coin/bitcoin/

 

Erzwungene Bitcoin Verkäufe durch Krypto-Hedge-Fonds

Spencer Bogart ist Partner des Risikokapitalunternehmens Blockchain Capital aus San Francisco in den USA. Das Unternehmen konzentriert sich auf Investitionen in Start-up-Unternehmen aus den Bereichen Kryptowährungen und Blockchain Technologie.

Seine Meinung zum Kurs von Bitcoin äußerte Bogart in einem Interview mit CNBC. Er erklärte, dass er sehr stark davon ausgehe, dass ein erheblicher Kursrückgang für Kryptowährungen bevorstehe. Das liege daran, dass für viele im Jahr 2017 gegründete Hedge-Fonds die einjährige Bindungsfrist ende. Bogart verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass der Markt seit Jahresbeginn um mehr als 50 Prozent eingebrochen sei. Viele Liquiditätsgeber würden daher verkaufen wollen. Liquiditätsgeber fungieren als Mittelsmänner zwischen Brokern und Bitcoin Börsen. Weiter führte Bogart aus:

„Sie werden sagen: «Hey, ich will mir meinen Fondsanteil auszahlen lassen». Das bedeutet, dass diese neuen Krypto-Fonds gezwungenermaßen verkaufen müssen. Das könnte die Kurse künstlich senken“.

Im Jahr 2017 entstanden viele neue Hedge-Fonds mit einer Ausrichtung auf Kryptowährungen. Diese erhielten durch den Kursanstieg der großen Kryptowährungen viel Auftrieb. Im „Krypto-Winter“ von 2018 sind sie aber auch wieder gefallen. Nach Bogarts Meinung werden viele Fondsanleger versuchen, ihre Verluste zu begrenzen. Das werde zu massiven Ausverkäufen führen, was gewöhnlich erhebliche Kursabschwünge bedeute.

Bitcoin hat den Boden erreicht

Der CEO des Investmentunternehmens BKCM LLC, Brian Kelly, ist anderer Ansicht. Ebenfalls gegenüber CNBC äußerte Kelly, dass Bitcoin vermutlich einen neuen Boden erreicht habe. Dabei bezog sich Kelly vor allem auf den neuesten Kurseinbruch von Bitcoin. Im Rahmen dessen fiel Bitcoin am 25. Juni einen Wert von unter 6.000 USD pro Coin. Kelly sagte dazu:

„Wir haben Bitcoin auf einem neuen Tiefpunkt gesehen. Ich meine, es sei bis auf 5.779 USD gefallen. Und dann, in nur zehn oder fünfzehn Minuten, kam dieser riesige Aufschwung. 100 oder 200 Punkte, das ist genau das Verhalten, das Bitcoin in Bodenbereichen zeigt“.

Kelly gab außerdem zu bedenken, dass die derzeitigen Miningkosten für Bitcoin bei etwa 5.900 USD stünden. Daher hätten die Miner einen Anreiz, den Kurs über diesem Niveau zu halten. Andernfalls riskierten sie erhebliche Verluste.

Weiter erklärte Kelly, dass es immer noch zu früh sei, die weitere Kursentwicklung von Bitcoin vorherzusagen. Er wies jedoch darauf hin, dass es positive Zeichen gebe. Diese finde man in der ansteigenden Nachfrage aus Asien sowie der jüngsten Erstellung von Tether im Wert von 250 Millionen USD.

Quelle: CNBC, Pixabay

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