BitPay Manager: Bitcoin Kurs erholt sich wieder, aber andere Kryptowährungen nicht

Ein hochrangiger Manager eines des ältesten und größten Zahlungsverarbeiters für Kryptowährungen hat sich jetzt zu der Frage einer Markterholung geäußert. Im Rahmen dessen erklärte er, dass er fest daran glaube, dass sich Bitcoin im nächsten Jahr erhole. Er gehe aber nicht davon aus, dass die anderen Altcoins je wieder die Kurse von Anfang 2018 erreichten.

Sonny Singh ist Chief Commerical Officer bei BitPay. In einem Interview mit Bloomberg erklärte er, dass sein Haus die Kryptowährungen nie positiver gesehen habe als heute. Er sagte, dass die Annahme und die Infrastruktur mit voller Kraft voranschritten. Auch BitPay selbst wachse, stelle neue Mitarbeiter ein und baue sein Geschäft aus. Das gelte sogar in Anbetracht des Verlustes von etwa 80 Prozent der Marktkapitalisierung.

Singh merkte jedoch auch an, dass sich die Entwicklung der Infrastruktur weitgehend auf eine Kryptowährung – Bitcoin – beschränke. Er gehe daher davon aus, dass Bitcoin seine Konkurrenten immer weiter hinter sich lassen werde. So sagte er:

„[Die Altcoins] werden sich nie wieder in demselben Maße erholen, wie ich glaube, dass das bei Bitcoin der Fall sein wird. Schauen Sie nur: Fidelity, BlackRock – die geben keine Produkte auf Altcoin-Basis heraus. Sie werden Produkte anbieten, die sich auf Bitcoin beziehen. Daher wird sich Bitcoin im nächsten Jahr erholen, wenn diese Produkte im Mainstream Verbreitung finden.“

Marktabschwung hat Altcoins viel härter als Bitcoin getroffen

Zum jetzigen Zeitpunkt hat der Abschwung die Altcoins härter getroffen als Bitcoin. Dessen Marktanteil hat in den letzten Tagen wieder den vorherigen Höchststand dieses Jahres erreicht.

Dazu befragt erklärte Singh auch, dass er nicht sicher sei, ob der Bitcoin Kurs bereits den Boden gefunden habe. Seiner Meinung nach warteten die Investoren auf einen „besonderen Moment“ oder „Katalysator“, der die nächste Bitcoin Rallye auslöse.

Weiter führte er aus, dass die Investoren in der letzten Zeit weitgehend anhand von Gerüchten gehandelt hätten. Dies beträfe die Frage, ob große Finanzinstitutionen Produkte für diese junge Asset-Klasse herausgeben würden oder nicht. Daher sei eine Bitcoin Kursrallye unwahrscheinlich, bis sich solche Gerüchte bewahrheiteten, sagte Singh. Als Beispiele in Betracht kämen insoweit Goldman Sachs mit einem Trading Desk, ebenso wie BlackRock mit einem börsengehandelten Fonds (ETF) auf Bitcoin Basis. Ebenfalls als Katalysator könne Square wirken, wenn man dort damit beginnen würde, Bitcoin Zahlungen an Händler zu verarbeiten. Wenn eine oder mehrere dieser Möglichkeiten Wirklichkeit werden sollten, dürfte die Annahme steigen, führte Singh aus. Das wiederum würde die Kurse positiv beeinflussen, so dass sie sich wieder erholten.

In dem Interview erklärte Singh auch, dass ein solcher Katalysator sich vermutlich mittelfristig ergebe. Wahrscheinlich sei ein Zeitpunkt im Jahr 2019.

Quelle: Bloomberg, Pixabay

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