Gründer von Ripple (XRP) und Stellar bezeichnet Tron und 1800 weitere Altcoins als „Bullshit“

Der Programmierer und Unternehmer Jed McCaleb ist ein echtes Schwergewicht der Kryptobranche. Er ist Mitbegründer von Ripple XRP sowie Stellar (XLM) und hat auch die ehemalige Kryptobörse Mt.Gox gegründet.

In einem kürzlich geführten Telefoninterview mit Yahoo Finance erklärte McCaleb, dass die meisten herkömmlichen Finanzinstitutionen Bitcoin (BTC) seiner Ansicht nach nicht nutzen würden. Dies liege daran, dass sie geschlossene, private Blockchains für sich verwenden wollten.

Nach Meinung von McCaleb sollten Blockchain Netzwerke allerdings immer erlaubnislos sein. Es sei sinnlos, die Distributed Ledger Technologie (DLT) zu verwenden, um ein privates Datenbankverwaltungssystem aufzubauen. In diesem Zusammenhang sagte er:

„Es muss nicht unbedingt die Bitcoin Blockchain sein, aber wenn die Chain nicht öffentlich ist, verfehlt man den Zweck.“

90% der Kryptowährungsprojekte sind „Schwachsinn“

Danach erklärte McCaleb, dass die Verteilung von Kapital und Ressourcen in der Branche abenteuerlich anzusehen sei. Projekte, die technisch überhaupt keinen Wert hätten, erhielten Millionen von US-Dollar, erklärte er. Weiter sagte McCaleb dazu gegenüber Yahoo Finance:

„Neunzig Prozent dieser Projekte sind Schwachsinn. Ich hoffe, dass sich das [im Jahr 2019] ändert.“

Dabei wandte sich McCaleb besonders dem Tron-Projekt von Justin Sun zu. Dazu meinte er:

„Sachen wie Tron – das ist einfach Müll. Aber die Leute stecken da eine Menge Geld rein – und das für Dinge, die technisch einfach nicht funktionieren.“

Es gibt keine Universallösung

McCaleb führte auch aus, dass keine Kryptowährungsplattform eine umfassende Lösung für jedes Problem biete. Er sagte:

„Es gibt Dinge, die Bitcoin gut kann, für andere ist Ethereum gut und für wieder andere ist Stellar das Richtige. Keine [Kryptowährung] kann alles gut. So funktioniert Software einfach nicht.“

Nach den Stärken von Stellar befragt, erklärte McCaleb:

„Stellar ist gut bei grenzüberschreitenden Zahlungen und der Tokenisierung von Werten aller Art. Wenn man ein universelles Zahlungsnetzwerk aufbauen will, sollte man vermutlich Stellar nutzen.“

Als Ergänzung führte er aus:

„Im Rest der Kryptowelt gibt es einen großen Drang danach, verschiedene Dinge zu tokenisieren. Jetzt gibt es auch den Stablecoin-Hype. Stellar hat das so ähnlich schon immer gemacht, wir haben es nur anders genannt.“

Jed McCalebs Sicht auf die Märkte und das Jahr 2018

McCaleb ist seit 2009 im Kryptobereich tätig und gründete beispielsweise die Krypto Börse Mt Gox. Dazu befragt, wie er die Zeit erlebt habe, sagte er:

„Es war superinteressant. Es ist alles viel mehr gewachsen, als ich das anfangs erwartet hatte oder zumindest schneller.“

Weiter fragte man McCaleb, ob das vergangene Jahr (2018) ein schlechtes Jahr für die Kryptobranche gewesen sei. McCaleb antwortete darauf, dass er den Verlauf des Jahres als Marktberuhigung und nicht als Bärenmarkt ansehe.

 

Quelle: Yahoo! Finance, Pixabay

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