Brad Garlinghouse: Ripple XRP schlägt jede Banken Kryptowährung

Die US-Bank JPMorgan Chase hat angekündigt, ihre eigene Kryptowährung herausgeben zu wollen. Diese Nachricht ist spannend, aber nicht die erste ihrer Art. Bereits seit 2015 verfolgen die größten Banken der Welt Pläne, eine „Utility Settlement Coin“ (USC) herauszugeben. Mit dieser Kryptowährung wollen sie grenzüberschreitende Zahlungen vereinfachen. Zugleich sollen die Transaktionen so schneller und günstiger werden. Zu den ersten Gruppenmitgliedern gehören UBS, Deutsche Bank, Santander und BNY Mellon. Später stießen noch NEX, Barclays, CIBC, Credit Suisse, HSBC, MUFG und State Street hinzu. Im letzten Jahr sollte eine Testphase beginnen. Seit Mitte 2018 gab es aber nur sehr wenige Berichte zur Entwicklung der Coin.

Der CEO von Ripple Labs, Brad Garlinghouse, hält nichts von dieser Idee. Er erklärte, dass von Banken gestützte Kryptowährungen eine „zutiefst fehlgeleitete“ Lösung für die Branche seien. In einem Meinungskommentar nach der Ankündigung der Coin erklärte er:

 

„Eine von Banken herausgegebene Kryptowährung kann nur wirklich effiziente Settlements zwischen denjenigen Banken ermöglichen, die sie herausgeben. Dann sind zwei Szenarien denkbar. Szenario eins: Alle Banken auf der ganzen Welt stellen den Konkurrenzkampf und die geopolitischen Uneinigkeiten hintan, nehmen dieselbe Kryptowährung an, einigen sich auf die Regeln und verwalten harmonisch die Nutzung.

Das wird eher nicht geschehen. Szenario zwei (das wahrscheinlichere): Banken, die nicht zu der Herausgebergruppe gehören, geben ihre eigenen Kryptowährungen aus und legen eigene Regeln sowie Verwaltungsstrukturen fest.“

Resultat der Bankenpläne wäre noch größere Fragmentierung

Weiter schrieb er:

„Wir sehen das im Ansatz schon (…) mit Citis [Citi Bank] Citicoin und der SETLCoin von Goldman Sachs. Das Ergebnis wäre eine Währungslandschaft, die noch weiter fragmentiert wäre, als sie es heute schon ist. Wenn Banken aus verschiedenen Kryptogruppen dann Geschäfte untereinander abwickeln wollten, müssten sie Märkte zwischen ihren jeweiligen Kryptowährungen eröffnen. Oder sie müssten ihre Kryptowährungen jeweils in eine gemeinsame Fiatwährung umtauschen. Was für ein Durcheinander!“

Daran schloss er an:

„Das zweite große Problem mit der «Utility Settlement Coin» ist, dass es so aussieht, als würde die Coin von einem Währungskorb gedeckt. Sobald sie von Geld gedeckt ist, ist sie kein Asset mehr, sondern eine Verbindlichkeit. Der Handel mit Verbindlichkeiten bedeutet dann im Ergebnis, Geld über Grenzen zu bewegen, was einer Nachbildung des heutigen Systems gleichkommt, aber mehr Reibung verursacht.“

Die wirkliche Lösung sieht Garlinghouse in den Angeboten von Ripple Labs und der Kryptowährung Ripple XRP. So schrieb er weiter:

„Wir glauben fest daran, dass Banken eine unabhängige Kryptowährung benötigen, um wirklich effektive Settlements durchzuführen. Wir glauben auch, dass [Ripple] XRP dafür am besten geeignet ist. Das geht zurück auf die Grundlagen, die Kryptowährungen einzigartig und speziell machen – sie sind universelle Währungen. Das bedeutet, dass jedermann sie überall auf der Welt als Werteinheiten verwenden kann.“

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