Tom Lee bevorzugt Bitcoin zu Bitcoin Cash

Die Bitcoin Cash Hard Fork steht bevor. Der beliebte Wall Street Analyst Tom Lee hat sich jetzt in diesem Zusammenhang geäußert. Er erklärte, dass er „frisches Geld“ in Bitcoin und nicht in Bitcoin Cash investieren würde.

Aktueller Bitcoin Kurs, Quelle https://www.kryptovergleich.org/coin/bitcoin/

Dies sagte Lee in einem Gespräch in der CNBC-Fernsehsendung „Fast Money“. Dort sprach er über die derzeitigen Unterschiede zwischen Bitcoin und Bitcoin Cash. Lee ist regelmäßig zu Gast in Fernsehsendungen, die sich mit Wirtschaftsthemen befassen. Bei „Fast Money“ erklärte er, dass er für „frisches Geld“ Bitcoin gegenüber Bitcoin Cash bevorzuge. Er sagte: 

„Wenn ich neues Geld anlege, also frische Dollars, interessiert mich ein Nachzügler viel mehr. Ein Nachzügler kann eher mit einem Kapitalzufluss rechnen als etwas, das potenziell überkauft ist“.

Lee hält Bitcoin Cash offenbar für derzeit überkauft. Damit bezieht er sich auf den aktuellen Schwung, den die Kryptowährung aufweist. Dieser rührt von der auf den 15. Mai angesetzten Hard Fork her. Mit dieser soll die Blockgröße von 8 MB auf 32 MB erhöht und so die Transaktionsgeschwindigkeit gesteigert werden.

Bitcoin Cash ist selbst über eine Hard Fork aus dem originalen Bitcoin hervorgegangen. Diese Hard Fork erfolgte im August 2017 aus denselben Gründen. Bitcoin wurde mit einer Blockgröße von 1 MB geschaffen. Mit der steigenden Beliebtheit erwiesen sich die Investitionen als zu langsam für Trader. Die Fork des Jahres 2017 verkürzte die Transaktionsdauer von Tagen auf nur Minuten.

In der Sendung bat man Tom Lee dann, sich zwischen Bitcoin und Bitcoin Cash zu entscheiden. Beide Kryptowährungen zeigten Anfang der Woche steigende Kurse und fielen am Mittwoch wieder. Bitcoin verlor 2,4 % und Bitcoin Cash 17 %. Lee erwiderte darauf:

„Ich bevorzuge es, keine Gewinner oder Verlierer herauszupicken, wenn es um Kryptowährungen wie Bitcoin oder Bitcoin Cash geht“.

Die Unterhaltung schwenkte dann auf institutionelle Anleger um. Dabei ging es darum, ob es Vermögensverwaltern jetzt „erlaubt“ sei, an den Kryptomärkten zu spekulieren. Darauf antwortete Lee:

„Jede Woche, die vergeht, bringt neue Fortschritte und mehr Klarheit. Ich glaube, dass mehr Kunden ernsthaft darüber nachdenken, wie sie mit dieser Assetklasse umgehen wollen … Wir werden mehr und mehr von Leuten angesprochen, von denen Sie nie annehmen würden, dass sie daran interessiert sind“.

Lee fuhr fort und erklärte, dass der Bereich der Kryptowährungen durch „Klarheit und Aufsicht“ gereift sei. Dies werde Geld von ernsthaften Investoren anziehen. Lee bezog sich dabei auf Goldman Sachs, das im Sommer einen eigenen Trading Desk für den Kryptomarkt eröffnen will.

Lee ist geschäftsführender Partner und Chef der Forschungsabteilung des Unternehmens Fundstrat Global Advisors. Auch während der Marktkorrektur Anfang 2018 blieb Lee positiv im Hinblick auf Bitcoin. Er prognostizierte, dass der Bitcoinkurs bis Ende des Jahres auf 25.000 USD ansteigen werde. Für Ende des Jahres 2022 sah Lee den Kurs sogar bei 55.000 USD.

Bitte bewerten Sie diesen Artikel
[Gesamt: 0 Durchschnitt: 0]

Kommentar schreiben

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

eighteen − 9 =