Bitcoin bald am Geldautomaten? Das Bundesfinanzministerium machts möglich

Eine vor Kurzem bekannt gewordene Antwort des Bundesfinanzministeriums eröffnet interessante Einblicke. Demnach sind die Banken in Deutschland berechtigt, an Geldautomaten Bitcoin in Euro zu tauschen. Ein Tausch von Euro zu Bitcoin sei ebenfalls zulässig.

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Dies geht aus einer Stellungnahme des Bundesfinanzministeriums hervor. Gegenstand war eine Kleine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Thomas Lutze. Lutze ist Mitglied der Partei Die Linke. Das Finanzministerium erklärte im Rahmen der Antwort, dass derzeit mindestens sechs Finanzinstitute mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen handelten. Diese Angabe beruhe auf Daten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Das Finanzministerium gab zudem eine ergänzende Erklärung ab. Inhalt dieser war, dass es bisher keine BaFin-Verfahren gegen Banken gebe, die auf dem Verdacht der Verletzung von Geldwäschevorschriften beruhten.

Mindestens sechs Banken in Deutschland handeln bereits mit Bitcoin

Die sechs mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen handelnden Banken wurden jedoch nicht namentlich genannt. Bekannt ist jedoch, dass eine kleine Privatbank bereits mit dem Kryptohandel begonnen hat. So bietet die vPE Wertpapierhandelsbank AG den Handel mit Bitcoin & Co. an. Dieses Angebot richtet sich vor allem an vermögende Einzelpersonen und Family Offices. Auch andere institutionelle Investoren sollen damit angesprochen werden. Im April hatte ich dazu bereits berichtet.

Die Stellungnahme des Ministeriums bot jedoch noch mehr Aufschlüsse. Diese betrafen Finanzinstitute mit einer Berechtigung für den Eigenhandel. Diese hätten das Recht, Geldautomaten aufzustellen, die den Tausch von Bitcoin in Euro und umgekehrt ermöglichten. Das Finanzministerium ergänzte dabei, dass es nicht wisse, ob derartige Automaten bereits aufgestellt seien.

In den USA gibt es bereits über 3.000 Bitcoin Automaten

Ob sich solche Geldautomaten künftig durchsetzen, bleibt abzuwarten. Das Ausland weist insoweit den Weg. Allein in den USA gibt es bereits etwa 3.000 Geldautomaten für Bitcoin und andere Kryptowährungen. Technisch gesehen dürfte eine Umstellung keine großen Schwierigkeiten bereiten. So könnte man QR-Code-Leser einbauen, die Kryptoadressen scannen und überprüfen können.

Unklar ist aber natürlich, ob die Banken die Nachfrage nach Bitcoin für groß genug halten. Nur dann könnten sich die Ausgaben für den Umbau und die Investitionen amortisieren. Dies geschähe dann über die zu zahlenden Gebühren.

Ebenfalls bekannt ist, dass die zweitgrößte deutsche Börse, die Börse Stuttgart, eine eigene App für den Kryptohandel veröffentlicht hat. Beginnend mit dem Monat September kann man damit Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Ripple handeln.

Nicht zu vergessen ist auch, dass sich die deutsche Industrie bereits neben Bitcoin auch der Blockchain Technologie zuwendet. Das gilt besonders für den Automobilbau und den Energiesektor. Dort hat man bereits eine Reihe von Pilotprojekten begonnen. Mit diesen wollen die Unternehmen prüfen, wie sie die Blockchain Technologie für ihre Angebote nutzen können.

Quellen: Reuters, Der Tagesspiegel, Börse Stuttgart, Bild: Pixabay

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2 Kommentare

  1. Scaleo says

    Leider finde ich die Veröffentlichung dieser Dokumente nicht! Wo steht das schwarz auf weiß

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